Archive for the 'Gelesen' Category

Nie mehr Salat!

    “Ein Kopfsalat entspricht ernährungsphysiologisch etwa einem Papiertaschentuch und einem Glas Wasser. Ich esse lieber etwas Nahrhaftes”

Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften.

Ich versteh’ nur Bahnhof

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Wie soll Sprachkompetenz gefördert und damit auch die Integration von Ausländern funktionieren, wenn einem in Zürich auf Schritt und Tritt solche Trams begegnen?

Aufsteiger und Absteiger

    Wer es an die Uni schafft, hat es mit 60 Prozent Wahrscheinlichkeit einen Vater, und/oder eine Mutter, mit Maturabschluss; und mit 42 Prozent Wahrscheinlichkeit haben der Vater und/oder die Mutter bereits einen Hochschulabschluss.

    Rein statistisch bringen es vier von zehn Akademikerkindern zum Akademiker – sechs nicht.

Die Schweiz bietet nicht allen die gleichen Chancen. Aber es gibt die Tellerwäscherkarrieren auch in der Schweiz. Markus Schneider, der Autor des Buches “Klassenwechsel – Aufsteigen und Reichwerden in der Schweiz: Wie Kinder wes weiterbringen als ihre Eltern” kommt zum Schluss, dass die Aussichten für den sozialen Aufstieg noch nie so gut waren wie heute. Umgekehrt ist auch das das Risiko eines Abstieges so hoch wie noch nie, so der Autor.

“Das Wetter vor 15 Jahren”

Wegen seiner Erzähltechnik und seiner Komplexität: “Das Wetter vor 15 Jahren” ist eines der besten Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Und ganz am Schluss fängt noch eine weitere Geschichte an: Das Verhältnis zwischen der Redaktorin der Literaturbeilage und dem Autor. Wolf Haas, ein Name, den ich mir merken werde, auch wenn er bisher vor allem durch Krimis bekannt wurde und ich dieses Genre nicht mag. Mehr dazu hier.

Schwarzer Peter für den Russ

Alles redet von CO2 als Ursache für die Klimaerwärmung. Aber: Der Russ spielt überraschenderweise mit – und zwar mit massivem Einfluss. Drei Viertel des Russes in Kaliforniens Luft stammt aus Asien, vor allem Indien und China, haben Forscher herausgefunden. Und wahrscheinlich haben noch ganz andere Faktoren, von denen wir noch gar nichts wissen, Einfluss auf unser Klima. Trotzdem: In der Schweiz und in Europa versucht man mit religiösem Eifer Einfluss auf das globale Klima zu nehmen…

    Most of the soot and other particulate pollutants over the US West Coast comes from Asian countries like India and China, according to a new study.

    More than three-quarters of black carbon transported at high altitudes in the spring over the West Coast comes from Asian sources, according to a research team led by an Indian American scientist V. Ramanathan of the Scripps Institution of Oceanography, UC San Diego. The pollutant, mainly soot, carries consequences for the Pacific Ocean region that drives much of the Earth’s climate. Asia generates more than 75 percent of black carbon. Though black carbon is an extremely small component of air pollution at land surface levels, the phenomenon has a significant heating effect on the atmosphere at altitudes above two kilometres.

    As the soot heats the atmosphere, however, it also dims the surface of the ocean by absorbing solar radiation, according to Ramanathan and Odelle Hadley, who are co-authors of a research paper which appeared in the March 14 issue of the Journal of Geophysical Research. “The soot heating of the atmosphere exceeds the surface dimming and as a result the long range transported soot amplifies the global warming due to increase in carbon dioxide,” Ramanathan said. “We have to find out if this amplification is just restricted to spring time or is happening throughout the year.” Transport of Asian black carbon, particulate pollution generated by automobile exhaust, agricultural burning and other sources, is heaviest in spring when cold Arctic fronts dip to lower latitudes and loft warmer air to higher levels in the atmosphere. Black carbon concentrations diminish as they move farther away from their sources in cities and farmlands in countries such as China and India, said Ramanathan. However, over the Pacific Ocean, the particles are in sufficient concentration to have a heating effect on the upper atmosphere, a prediction based on output from computer models. On a regional level, that amount of heating, or positive radiative heating, that the black carbon causes in the skies over the Pacific is about 40 percent of the forcing that has been attributed to the carbon dioxide increase of the last century, said Ramanathan. “It was a major surprise. When we came up with the preliminary results, we had to check it and recheck it,” he said.


Quelle: Organisation of Asia-Pacific News Agencies (http://www.oananews.com)

Aufgeflogen

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Eine Berner Biographie: Bevor er sein Glück in Amerika suchte und mit seinen gefakten Interviews scheiterte, hing er in den 80er Jahren als Punk in der Berner Reithalle rum. War auch das eine Fälschung? Es spielt keine Rolle mehr. Tatsache und nicht weiter erstaunlich: Tom Kummer verteidigt seine Vision von Intervieführung, Dichtung und Wahrheit auch in seiner Autobiographie. Er spielt auch diese Rolle gut und zieht sein Ding unbeirrbar durch. Dabei macht der Gonzo-Journalist das Beste, was er in seiner Situation machen kann. Denn: Schreiben kann er, seine Sprache ist süffig.

Kissinger über den Kaiser

Henry Kissinger, der gebürtige Bayer, über Franz Beckenbauer. In: TIME 100: The People Who Shape Our World.

Liebster Mann…

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    Liebster Mann
    bitte setz dich erst mal hin, bevor du weiterliest. Ich möchte nicht, dass deine dünnen Beine einknicken, dass dein geschwächter Körper nachgibt, dass du am Ende ohnmächtig wirst. Du sollst nicht ohnmächtig werden. Du sollst nur ohne mich weiterleben. Vierzig, fuenfzig, achzig Jahre lang. So lang es eben sein muss…

Ein Abschiedsbrief, den ich definitiv geschrieben hätte, wenn mein Liebster nicht rechtzeitig zur Vernunft gekommen wäre, sagt dazu Milena Moser.

Mit ihrer Sammlung von Abschiedsbriefen von Frauen “Und ich dachte, es sei Liebe” will Sibylle Berg laut eigener Aussage den unglücklichen, traurigen und leidenden Frauen Trost spenden. Tut es das wirklich? Übrigens: Das Buch ist auch für einen Mann ganz interessant zu lesen.

Kollateralschaden der Frauenbewegung

“Denn seit den siebziger Jahren entscheiden wir uns für Studium, Beruf und Karriere – und gegen Kinder. Damit nehmen wir uns selbst ein wesentliches Moment dessen, was Weiblichkeit ausmacht – und entziehen der Gesellschaft die Zukunftsperspektive. Wir müssen uns endlich trauen, es auszusprechen: Die demografische Krise ist auch ein Kollateralschaden der Frauenbewegung.”

Susanne Gaschke: Die Emanzipationsfalle – Erfolgreich, einsam, kinderlos.