Archive for the 'Allgemeines' Category

Eiskalt erwischt

Am Samstagmittag noch bei 28 Grad Luft- und 22 Grad Atlantiktemperatur am Strand von Barril, abends dann bei 4 Grad in Zürich. Jetzt sind wieder Pullover angesagt. Grösser könnte die Umstellung nicht sein. Leider gehts erst im kommenden Frühling wieder in die Wärme zurück.

Arche Noah im Kinderzoo.

Alfarobeira bei Santa Luzia

Temp. Luft 30°, Atlantik 23°


Mitte Oktober im letzten Jahr: Luft 26°, Atlantik 21°. So solls auch diesen Herbst hier wieder sein.

Kinderbuch: Gute Nacht, Gorilla!


Wenn ich meinen Kindern eine Gutenachtgeschichte erzähle, dann sieht mein Plan idealerweise vor, dass schon bald irgendwann Ruhe einkehrt. Nicht nur ich denke so. Die meisten Gutenachtgeschichten sind zielstrebig aufgebaut. In den Kinderbüchern gehen die Protagonisten ebenfalls irgendwann ins Bett und die kleinen Zuhörer wissen, dass jetzt das Licht aus geht und geschlafen wird. Die Vorleser werden nach einem langen Tag in den Abend entlassen, so sie, was mir auch manchmal passiert, beim Geschichtenerzählen nicht mit den Kindern einschlafen. Das Buch „Gute Nacht, Gorilla“ funktioniert anders. Zur Freude der Kinder, verzögert sich das unausweichliche Ende.
Schon das Titelbild deutet an, dass hier einer etwas im Schild führt. Der Gorilla hat dem Wärter die Schlüssel zu den Zookäfigen entwendet und zeigt diesen triumphierend. Dabei legt er die Finger auf die Lippen und macht uns alle zu Mitwissern. Nachdem der Wärter den Tieren eine gute Nacht gewünscht hat, ist die Geschichte nicht zu Ende. Der Gorilla öffnet er hinter des Wärters Rücken die Käfige und führt die Tiere in Haus des Wärters, wo sie sich im Schlafzimmer niederlassen. Erst die Frau des Wärters entdeckt mitten in der Nacht die Tiere und bringt sie zurück in den Zoo – vermeintlich. Doch auch hier schlägt der Gorilla der gradlinigen Geschichte ein Schnippchen. Bevor sich die Wärterfrau zurück ins Bett legt, sind der Gorilla und seine Freundin, die Maus, schon vor ihr dort wieder angekommen.
Eine wunderbare und in den schönsten Farben bebilderte Geschichte von Peggy Rathmann für kleine Kinder. Dabei entdecken diese immer wiederkehrende Figuren und unterhalten sich auf köstliche Weise. „Gute Nacht, Gorilla“ ist das momentane Lieblingsbuch meines Sohnes. Die Frage ist nur: Für wie lange?
„Gute Nacht, Gorilla“ von Peggy Rathmann gibts beim Moritz Verlag, Frankfurt am Main oder bei Amazon, 32 Seiten, € 9.95.

Unser Sommer 2011 beginnt im Oktober


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Neu: Kompostierbare Modellhäuser by Vollmer

Als Kind habe ich einige Häuser für meine Modelleisenbahn zusammengesetzt. Architekt bin ich deswegen nicht geworden. Doch der pädagogisch wertvolle Hausbau im Massstab 1:87 ist mir immer in Erinnerung geblieben. Die detailgetreuen Häuser sind aus Kunststoff gefertigt. Hauptsächlicher Bestandteil: Das ungiftige Polysterol. Jetzt habe ich selber Kinder – und diese wieder eine Modelleisenbahn. Die Vollmer GmbH & Co. KG aus Stuttgart Zuffenhausen, die Marktführerin in Miniaturarchitektur im deutschen Raum, wartet nun mit einer Weltneuheit auf: kompostierbaren Bausätzen aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Materialien, die dabei verwendet werden, sind Mais, Kartoffelstärke und Zellulose-Abfallprodukte. Wie es dazu kam? Vollmer beliefert auch die Autoindustrie, wo heute 95% der Wagen recyclierbar sein müssen. Umweltgedanke bei Vollmer war schon früher da. So verwendet das Unternehmen seit Jahrzehnten keine cadmiumhaltige Farben mehr. Laut Susanne Tochtermann, Sprecherin des Unternehmens, habe man sich nach dem Schock der BP-Katastrophe im Golf von Mexiko gesagt, dass etwas getan werden müsse. Die in der Schublade liegende Idee, rezyklierbarer Modellhäuser wurde in die Tat umgesetzt. Seither führt Vollmer mehrere Häuser, die kompostiert werden könnten. Die Initiative zu Nachhaltigkeit auch im Modellbau zahlt sich für das Unternehmen aus: “Unsere Bio-Häuser finden guten Zuspruch bei Familien. Zudem fühlt sich das Material besser an als die herkömmlichen Bestandteile”, so Susanne Tochtermann. Ich kann diese Aussage bestätigen. Wir haben den Bio-Bauernhof zusammengebaut. Meine Tochter hat sich mit Insbrunst an das Zusammensetzen der Teile gemacht und war während vier Stunden nicht mehr ansprechbar. Das Resultat lässt sich sehen – und das Gefühl, dass das Häuschen irgendwann auf Nimmerwiedersehen den Weg des irdischen gehen wird, ist befriedigend. Nicht, dass meine Tochter nicht Stolz auf ihr Werk ist, aber in 10’000 Jahren sollen Archäologen trotzdem nicht ihr Haus noch intakt ausgraben müssen. Das begreift heute auch eine 10-Jährige.

Kinderbuch: Die kranke Ameise

Unser Sohn mag Bagger und Autos – und die kranke Ameise, deren Schicksal ihm nahe geht. Diese hat sich bem Transport eines Riesenbündels von Fichtennadeln am Rücken verletzt. Schon bald wird sie vom Arzt, der mit der Schneckenamblanz herandüst, verarztet. Eine wunderbare Geschichte erzählt von Zdenek Miler, erhältlich beim Leipziger Kinderbuchverlag oder bei Amazon.

“Humphrey”, der Wal, der sich verirrte

1985 verirrte sich “Humphrey”, ein Buckelwal, bei San Francisco in einen Flussund hielt mit seiner Irrfahrt seine Retter in Atem. Erst nach 25 Tagen fand er den Weg zurück in den Pazifischen Ozean – allerdings nicht freiwillig: Erst auf Schallplatten aufgenommene Buckelwal-Gesänge lockten den Riesensäuger ins Freie. “Humphrey” machte damals kehrt, als er die mit Lautsprechern unter Wasser abgespielten Töne feindlicher Killer-Wale auf der einen Seite und das freundliche Quietschen seiner Artgenossen auf der anderen Seite vernahm. “Humphrey” verirrte sich gleich zwei Mal in die Bucht von San Francisco. Fünf Jahre nach seiner ersten Süsswasser-Tournee kehrte er 1990 zurück und sass zwei Tage auf einer Sandbank fest. Während seines zweiten Gastspiels hielten ihn besorgte Tierfreunde mit angefeuchten Tüchern frisch und seine Körpertemperatur niedrig. Mit Hilfe eines Zuggeschirrs wurde er schliesslich freigeschleppt. Jetzt ist ein wunderbars Kinderbuch bei Stonebridge über “Humphrey” erschienen, das sein Abenteuer und die verzweifelten Versuche seiner Retter packend nacherzählt. Bestellen kann man das Buch bei Amazon.
Die Menschen erinnern sich noch heute an die Zeit mit “Humphrey”.

Octopus Soup – famose Bildsprache

Octopus Soup ist ein Bilderbuch für Kinder, das ganz ohne Worte auskommt. Die braucht es auch nicht, denn die gewaltige Bildsprache Mercer Meyers mit ihren leuchtenden Farben wird universell verstanden. Die Bilder erzählen die Geschichte eines neugierigen Tintenfischs, der sich an der Ankerkette eines Fischerbootes auf den Weg nach oben macht. Einmal an Land, beginnt das Abenteuer erst. Ein Walross-Küchenchef hat es auf den leckeren Tintenfisch abgesehen – und zwar mit ihm als Zutat für seine leckere Tintenfisch-Suppe. Doch mit viel Glück entkommt der kleine Held aus dem Suppentopf und findet zurück in die zahlreichen Arme seiner Familienabgehörigen. Mit seiner rasanten Bildsprache zieht einer der bekanntesten Kinderbuch-Illustratoren auch unseren Sohn in seinen Bann.
Octopus Soup, Verlag Marshall Cavendish Corp, 26 Seiten, € 12,99.

Mini-Dampfrösser in Zürich


Den Homo Faber in Reinkultur gabs am letzten Wochenende in Zürich zu beobachten. Wie immer lud der Dampfmodell-Club der Schweiz zu Fahrten auf seiner Anlage ein. Männer in Lokomotivführer-Overalls fütterten ihre Loks mit kleinsten Kohlestücken, füllten hier ein bisschen Wasser nach und umsorgten liebevoll und mit glänzenden Augen ihre Dampfrösser. Leidenschaft pur ist das. Ich bahaupte: Männer werden wie Kinder, wenn es um Modellbahnen geht – ich schliesse mich da nicht aus, meinen Sohn erst recht nicht. Schade nur, dass die sich ewig im Bau befindende Anlage mit unzähligen Brücken und einem Tunnel nur einmal im Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Denn: Die Modellbahn hat das Potential zu einer Touristen-Attraktion.

Slow Tourism, Algarve


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