Archive for the 'Allgemeines' Category

Advent in der Algarve


Wo? Tavira.

Quintamar @ night.

Hyäne lached Träne

Welche Kinder lieben Tiere nicht? Andrew Bond’s 16. CD ist musikalisch ebenso vielfältig wie die von ihm besungenen Tiere und Landschaften. Seine wortwitzigen Texte sind wie immer poetisch und nachvollziehbar – auch für die Kleinen. Die 22 Lieder auf der CD animieren sofort zum Mitsingen und Mittanzen.
Andrew Bond zählt heute mit über 450‘000 verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Kinderliedermachern und Musikern der Schweiz. Auch wenn ihn vielleicht der eine oder andere Erwachsene nicht oder noch nicht kennt: die Kinder kennen und singen seine Lieder dafür in- und auswendig. Und in den meisten Familien, Kindergärten und Schulzimmern der Deutschschweiz gehören seine eingängigen Kinderlieder, um nicht zu sagen Ohrwürmer, zum Schulstoff. Mehr zu Andrew Bond gibts hier.

Es gibt eine Alternative zum “Conny-Land”


Die Delphinhaltung im “Conny Land” ist umstritten. Es gibt eine Alternative. Nur zweieinhalb Flugstunden von der Schweiz eintfernt, kann man Delphine in freier Wildbahn beobachten – erst noch mit dem Segen von “Ocean Care”. Ricardo Barradas führt vor der Südküste Postugals Delphin-Touren an. Dabei arbeitet er eng mit der Schweizerin Tamar auf Quintamar zusammen.


Link zum Artikel.










Wie die Tiere ihre Farben bekamen

Es gab eine Zeit, da unterschieden sich die Tiere in Afrika nur durch ihre Gestalt. Das ist lange her und war irgendwie auch traurig, denn die Tiere trugen alle dieselbe Farbe: Grau. Klar, dass so keine Stimmung aufkommen konnte. Während die Blumen in der Steppe farbig wuchsen, gingen die Tiere umher wie eine Trauergesellschaft. Das sah dann so aus:

Eines Tages dann, lädt der Löwe, der König der Tiere, zur Feier der Geburt seines Sohnes alle Tiere zu einem grossen Fest ein. Bloss, wie sollen sich diese für den Anlass herausputzen? Die zündende Idee des Leopards beendet die verzweifelte Ratlosigkeit. Er schlägt vor, dass dich die Tiere gegenseitig farbig anmalen sollen. Begeistert machen sie sich an die Arbeit. Ziemlich turbulent geht es dabei zu, und für manche Tiere kommt es ganz anders als geplant. Wir erfahren, wie der Pavian zu seinem roten Hinterteil kam und wieso der Esel seitdem bei den Menschen lebt. Eine traditionelle Geschichte aus Tansania, die in wunderbar farbigen Bildern lebendig wird. Herausgegeben wurde das Buch von Angelika Brockhaus in Zusammenarbeit mit der Tingatinga-Kooperative. Diese wurde, bevor sie 2006 in die Selbständigkeit entlassen wurde, von Helvetas unterstützt.

Wie die Tiere ihre Farben bekamen, Bilderbuch in drei Sprachen, Swahili, Englisch und Deutsch. 32 Seiten, CHF 24.80. Bestellung: www.tingatinga.ch

Kinderbuch: Anton taucht ab




Anton ist cool. In der Freizeit spielt er am Computer als Starflashman. Aber kann er auch ein Feuer entfachen? Könnte er in der Wildnis überleben? Der Campingurlaub mit seinen Grosseltern stellt ihn vor seine grösste Herausforderung – kein Computer weit und breit, dafür einen „Ekel-See“ mit glitschigen Schlingpflanzen und vielen Kindern.
Bisher hat Starflashman Freundschaften nur in Chats gepflegt. Aber im richtigen Leben sehen die Dinge ganz anders aus, dämmert es langsam dem Angsthasen An-ton. Schon beim ersten Blick auf den Badesee schüttelt es Anton. Er behauptet, es sei nicht die Angst, die ihn davon abhalte, in den See zu springen, es sei nur Ekel. Anton zieht sich im Wohnwagen vor den Fernseher zurück. Seine Grosseltern lassen sich aber auf Diskussionen mit ihm gar nicht ein. Nach dem Morgenessen gehts zum See – keine Widerrede.
Antons Laune ist auf dem Tiefpunkt. Auf keinen Fall wird er auch nur eine Zehenspitze in diese Drecksbrühe setzen. Man hätte ihn lieber im Wohnwagen lassen sollen, da hätte er einen Actionfilm gucken können. Trotzdem geht er mit den Gross-eltern an den See. Die erste Begegnung mit den Kindern vom Steg verläuft nicht gut. Schnell wird klar, dass der ältere Junge mit der lächerlichen Frisur Ärger macht. Missmutig hält er sich am nächsten Tag bei seinen Grosseltern auf – er trägt heute seine Badehose, bleibt aber im Schatten in der Nähe der Zitro-nenlimonade.
Der Grossvater will Anton das Angeln beibringen. Als er einen Fisch fängt, der viel zu klein ist, um als Abendessen in Frage zu kommen, freundet sich Anton mit dem Winzling an und tauft ihn Piranha. Er spielt den ganzen Nachmittag mit ihm, lässt ihn im Kübel eine Runde nach der anderen drehen und bewundert dessen Schwimmkünste. Als der Grossvater den Fisch als Köder für den nächsten Tag verwenden will, protestiert Anton lautstark. Schliesslich schliesst Anton über den Fisch nicht nur Freundschaft mit einem Mädchen, sondern verbringt seine Ferien am Ende stundenlang im, Wasser. Die Autorin Milena Baisch erzählt die hintersinnige Geschichte aus Antons Sicht und findet einen frechen Ton für ihre wunderbare Geschichte, die mit dem deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet wurde.
Anton taucht ab, Verlag Beltz & Gelberg, www.belz.de, ISBN: 978-3-407-79966-1, CHF Fr 14.90, 101 Seiten, ab 8 Jahren.

Salz, das weisse Gold der Algarve

In 492 künstlich angelegte Becken wird in Tavira in der portugiesischen Algarve Salz aus Meerwasser gewonnen. Nach ausreichender Aufkonzentration wird das Wasser in die flachen Becken geleitet, wo die Salzkonzentration durch Sonne und Wind weiter ansteigt, bis das Salz am Grund der Becken auskristallisiert.

Das teuerste Meersalz, das Flor de Sal (deutsch: “Salzblume”), entsteht nur an heissen und windigen Tagen in den Monaten Juni bis September als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird in Handarbeit mit einem Sieb abgeschöpft.

Die grossen Becken, in denen das Meerwasser, bevor es in die kleineren Becken geleitet wird, zur ersten Aufkonzentration des Salzgehaltes zurückgehalten wird, ziehen zahlreiche Vögel an. So ist der Flamingo ein gern gesehener Gast hier.
Aber auch der Storch lässt es sich hier gutgehen. Weitere Vögel kann man vor Ort mit Algarvebirders beobachten.

Bern, 1987


Und hier noch der Soundtrack zur damaligen Demo:

Eiskalt erwischt

Am Samstagmittag noch bei 28 Grad Luft- und 22 Grad Atlantiktemperatur am Strand von Barril, abends dann bei 4 Grad in Zürich. Jetzt sind wieder Pullover angesagt. Grösser könnte die Umstellung nicht sein. Leider gehts erst im kommenden Frühling wieder in die Wärme zurück.

Arche Noah im Kinderzoo.

Alfarobeira bei Santa Luzia

Temp. Luft 30°, Atlantik 23°


Mitte Oktober im letzten Jahr: Luft 26°, Atlantik 21°. So solls auch diesen Herbst hier wieder sein.

Kinderbuch: Gute Nacht, Gorilla!


Wenn ich meinen Kindern eine Gutenachtgeschichte erzähle, dann sieht mein Plan idealerweise vor, dass schon bald irgendwann Ruhe einkehrt. Nicht nur ich denke so. Die meisten Gutenachtgeschichten sind zielstrebig aufgebaut. In den Kinderbüchern gehen die Protagonisten ebenfalls irgendwann ins Bett und die kleinen Zuhörer wissen, dass jetzt das Licht aus geht und geschlafen wird. Die Vorleser werden nach einem langen Tag in den Abend entlassen, so sie, was mir auch manchmal passiert, beim Geschichtenerzählen nicht mit den Kindern einschlafen. Das Buch „Gute Nacht, Gorilla“ funktioniert anders. Zur Freude der Kinder, verzögert sich das unausweichliche Ende.
Schon das Titelbild deutet an, dass hier einer etwas im Schild führt. Der Gorilla hat dem Wärter die Schlüssel zu den Zookäfigen entwendet und zeigt diesen triumphierend. Dabei legt er die Finger auf die Lippen und macht uns alle zu Mitwissern. Nachdem der Wärter den Tieren eine gute Nacht gewünscht hat, ist die Geschichte nicht zu Ende. Der Gorilla öffnet er hinter des Wärters Rücken die Käfige und führt die Tiere in Haus des Wärters, wo sie sich im Schlafzimmer niederlassen. Erst die Frau des Wärters entdeckt mitten in der Nacht die Tiere und bringt sie zurück in den Zoo – vermeintlich. Doch auch hier schlägt der Gorilla der gradlinigen Geschichte ein Schnippchen. Bevor sich die Wärterfrau zurück ins Bett legt, sind der Gorilla und seine Freundin, die Maus, schon vor ihr dort wieder angekommen.
Eine wunderbare und in den schönsten Farben bebilderte Geschichte von Peggy Rathmann für kleine Kinder. Dabei entdecken diese immer wiederkehrende Figuren und unterhalten sich auf köstliche Weise. „Gute Nacht, Gorilla“ ist das momentane Lieblingsbuch meines Sohnes. Die Frage ist nur: Für wie lange?
„Gute Nacht, Gorilla“ von Peggy Rathmann gibts beim Moritz Verlag, Frankfurt am Main oder bei Amazon, 32 Seiten, € 9.95.