Archive for Oktober, 2011

Kinderbuch: Anton taucht ab




Anton ist cool. In der Freizeit spielt er am Computer als Starflashman. Aber kann er auch ein Feuer entfachen? Könnte er in der Wildnis überleben? Der Campingurlaub mit seinen Grosseltern stellt ihn vor seine grösste Herausforderung – kein Computer weit und breit, dafür einen „Ekel-See“ mit glitschigen Schlingpflanzen und vielen Kindern.
Bisher hat Starflashman Freundschaften nur in Chats gepflegt. Aber im richtigen Leben sehen die Dinge ganz anders aus, dämmert es langsam dem Angsthasen An-ton. Schon beim ersten Blick auf den Badesee schüttelt es Anton. Er behauptet, es sei nicht die Angst, die ihn davon abhalte, in den See zu springen, es sei nur Ekel. Anton zieht sich im Wohnwagen vor den Fernseher zurück. Seine Grosseltern lassen sich aber auf Diskussionen mit ihm gar nicht ein. Nach dem Morgenessen gehts zum See – keine Widerrede.
Antons Laune ist auf dem Tiefpunkt. Auf keinen Fall wird er auch nur eine Zehenspitze in diese Drecksbrühe setzen. Man hätte ihn lieber im Wohnwagen lassen sollen, da hätte er einen Actionfilm gucken können. Trotzdem geht er mit den Gross-eltern an den See. Die erste Begegnung mit den Kindern vom Steg verläuft nicht gut. Schnell wird klar, dass der ältere Junge mit der lächerlichen Frisur Ärger macht. Missmutig hält er sich am nächsten Tag bei seinen Grosseltern auf – er trägt heute seine Badehose, bleibt aber im Schatten in der Nähe der Zitro-nenlimonade.
Der Grossvater will Anton das Angeln beibringen. Als er einen Fisch fängt, der viel zu klein ist, um als Abendessen in Frage zu kommen, freundet sich Anton mit dem Winzling an und tauft ihn Piranha. Er spielt den ganzen Nachmittag mit ihm, lässt ihn im Kübel eine Runde nach der anderen drehen und bewundert dessen Schwimmkünste. Als der Grossvater den Fisch als Köder für den nächsten Tag verwenden will, protestiert Anton lautstark. Schliesslich schliesst Anton über den Fisch nicht nur Freundschaft mit einem Mädchen, sondern verbringt seine Ferien am Ende stundenlang im, Wasser. Die Autorin Milena Baisch erzählt die hintersinnige Geschichte aus Antons Sicht und findet einen frechen Ton für ihre wunderbare Geschichte, die mit dem deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet wurde.
Anton taucht ab, Verlag Beltz & Gelberg, www.belz.de, ISBN: 978-3-407-79966-1, CHF Fr 14.90, 101 Seiten, ab 8 Jahren.

Salz, das weisse Gold der Algarve

In 492 künstlich angelegte Becken wird in Tavira in der portugiesischen Algarve Salz aus Meerwasser gewonnen. Nach ausreichender Aufkonzentration wird das Wasser in die flachen Becken geleitet, wo die Salzkonzentration durch Sonne und Wind weiter ansteigt, bis das Salz am Grund der Becken auskristallisiert.

Das teuerste Meersalz, das Flor de Sal (deutsch: “Salzblume”), entsteht nur an heissen und windigen Tagen in den Monaten Juni bis September als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird in Handarbeit mit einem Sieb abgeschöpft.

Die grossen Becken, in denen das Meerwasser, bevor es in die kleineren Becken geleitet wird, zur ersten Aufkonzentration des Salzgehaltes zurückgehalten wird, ziehen zahlreiche Vögel an. So ist der Flamingo ein gern gesehener Gast hier.
Aber auch der Storch lässt es sich hier gutgehen. Weitere Vögel kann man vor Ort mit Algarvebirders beobachten.

Bern, 1987


Und hier noch der Soundtrack zur damaligen Demo:

Eiskalt erwischt

Am Samstagmittag noch bei 28 Grad Luft- und 22 Grad Atlantiktemperatur am Strand von Barril, abends dann bei 4 Grad in Zürich. Jetzt sind wieder Pullover angesagt. Grösser könnte die Umstellung nicht sein. Leider gehts erst im kommenden Frühling wieder in die Wärme zurück.

Arche Noah im Kinderzoo.

Alfarobeira bei Santa Luzia