Archive for März 19th, 2008

Schweizer Begnadigungsgesuche

    Robert Matthey, geboren am 25. Juli 1900, Sohn des Louis-Alexis und der Louise-Cécile, geborene Vidoudez, von Lavigny und Le Locle, damals wohnhaft in Anières, 1946 gestorben, hat anlässlich seines Dienstes beim Zollamt La Louvière am 23. Oktober 1942 eine in die Schweiz geflüchtete österreichische Jüdin nicht über die Grenze zurückgeschickt. Robert Matthey hatte die Frau bei ihrem Grenzübertritt verhaftet und hatte den Befehl erhalten, sie nach Frankreich
    wegzuweisen.
    Das Divisionsgericht 1A befand daraufhin Robert Matthey am 25. Oktober 1945 der Fluchthilfe schuldig. Das Gericht verurteilte ihn insbesondere wegen Nichtbefolgung von Dienstvorschriften im Sinne von Artikel 72 MStG zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 8 Monaten.

Rehabilitiert wird in der Schweiz erst nach dem Tod. Mehr dazu hier.