Heiligt der Erfolg die Mittel?

Der Kulturjournalist des “Tages-Anzeigers”, Christoph Schneider, ist ein ganz grosser Michael-Moore-Fan. Auch wenn dieser manchmal der Wahrheit ein bisschen nachhilft. Für Schneider spielt das keine Rolle. Für ihn hat Moore sowieso recht, es setzt sich ja für die gute Sache ein. Das sind neue Töne beim “Tages-Anzeiger”.

    …Und das ist ganz der ungenierte und einfach hervorragende alte Moore, der nicht nur ein Filmemacher ist, sondern selbst bereits eine nützliche soziale Institution. Vorausgesetzt, dass man ihn nicht jederzeit beim Wort oder der Lauterkeit der propagandistischen Tricks nimmt. Aber fraglos ist die Richtigkeit der guten Sache. Auch wo es zwischen Satire und einfacher Lüge etwas neblig wurde, haben noch nie die Falschen darunter gelitten…
    …Aber der gesundheitlich spürbare Erfolg heiligte die Mittel. Man darf «Sicko» einen Film nennen, mit dem einer bei der Wahrheit bleibt im Bewusstsein, dass Propaganda, auch wo sie Recht hat, halt immer ein wenig lügt.

Zur anderen Seite von Michael Moore.

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