Der Gedanke an die Übernachtung im Schnee beflügelt die Phantasie meiner Tochter, welche Iglus vor allem von den Pingu-Filmen her kennt. “Gibt es denn da oben auch Eisbären?“, fragt sie mich, bevor wir losfahren. Hoch oben über Zermatt angekommen, stellen wir fest, dass Iglus nicht mehr mit klammen Fingern gebaut werden: Heute genügt ein grosser Ballon, den man später platzen lässt, mit Kunstschnee zu besprühen – zwei Tage später ist das Iglu bezugsbereit. Mit der wärmenden Mütze auf dem Kopf im polartauglichen Schlafsack haben wir hervorragend geschlafen. Das Geschäft mit dem “Abenteuer light” floriert. Die Iglus sind an den Wochenenden oft ausgebucht. Beflügelt vom Erfolg träumt man schon von noch grösseren Taten: “Wir möchten eine Kirche aus Schnee bauen. Dann könnten wir hier oben Hochzeiten durchführen, schliesslich ist es hier auch schon zu spontanen Heiratsanträgen gekommen”, sagte mir Reto Gilli, der Geschäftsführer des Iglu-Dorfes.